Rechtsanwaltskanzlei Hein 03338/7068851
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Rechtsschutzversicherungen

 

Insbesondere bei höheren Gegenstandswerten kann ein Rechtsstreit natürlich richtig viel Geld kosten ,zumal im Zivilprozeß der Grundsatz „Der Verlierer zahlt alles“ gilt und man natürlich nicht immer den Prozeßausgang präzise vorhersagen kann. Gerade wenn es auf Zeugenbeweise ankommt kann man da so manche Überraschung erleben.

 

Auch umfangreichere Straf- und Bußgeldverfahren sind nicht billig und auch ein Sozialgerichtsverfahren kostet zumindest mehrere hundert EURO, bei zwei Instanzen oder einem zusätzlichen Gutachten wird es dann auch hier schnell vierstellig.

 

Da nur wenige solche Beträge „mal eben so“ aufbringen können, empfiehlt sich grundsätzlich der Abschluß einer Rechtsschutzversicherung.

 

Die meisten Versicherer bieten für Nichtselbständige/ Verbraucher Komplettpakete an, die u.a. Vetragsrechtsschutz, Arbeitsrechtsschutz, Straf-und Ordnungswidrigkeitenrechtsschutz, Sozialgerichtsrechtsschutz, Mietrechtsschutz, Beratungsrechtsschutz im Familien- und Erbrecht sowie Rechtsschutz in bestimmten Bereichen des Verwaltungs- und Steuerrechts umfassen.

 

Zumindest für Arbeitnehmer, die Auto fahren, Mieter oder Vermieter sind und gesetzlich versichert sind sind diese Pakete zu empfehlen, da sie die meisten alltäglichen Rechtsgebiete abdecken.  Wer Rentner ist, kein Auto fährt, ohne zu vermieten im eigen Haus lebt oder privatversichert ist sollte prüfen, ob es sich lohnt, bestimmte Arten von Rechtsschutz aus dem Vertrag herauszunehmen. Es kann aber sein, daß sich dies bei nur einem fehlenden Risikobereich noch nicht lohnt. Also immer die Angebote der Versicherer genau vergleichen!

 

Egal ob man das Komplettpaket wählt oder einzelne Bereiche ausschließt, eines sollte für Nichtselbständige/Verbraucher selbstverständlich sein: Bloß keine Selbstbeteiligung vereinbaren!

 

Zwar bieten das die Versicherungsvertreter gerne an und rechnen vor, wie sich hierdurch die Versicherungsprämien senken lassen. Das ändert jedoch nichts daran, daß Selbstbeteiligungen  (meist in der Größenordnung von 150 EURO) nur der Versicherung nutzen und für den Verbraucher unsinnig sind. Bei einer Selbstbeteiligung von 150 EURO zahlen Sie im Ergebnis kleinere Beratungen immer selbst. Es bringt Ihnen auch nichts, wenn Sie sich erfolgreich mit unserer Hilfe gegen ein Bußgeld von 100 EURO wehren, dann aber 150 EURO Selbstbeteiligung zahlen müssen. Auch wenn Sie erfolgreich 1000 EURO rückständigen Lohn einklagen, davon aber 150 EURO an Selbstbeteiligung wieder abgeben müssen (vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz gibt es keine Kostenerstattungspflicht des unterlegenen Gegners) wird sich Ihre Freude in Grenzen halten.

 

Die Selbstbeteiligung verhindert in diesen Fällen immer das, wofür Sie ja gerade eine Rechtsschutzversicherung haben wollen: Ihr Recht ohne Rücksicht auf Kostenrisiken verfolgen zu können.

 

Nur für  Selbständige kann es wegen der höheren Versicherungsprämien im Einzelfall  sinnvoll sein, Verträge mit Selbstbeteiligung abzuschließen aber auch dann sind Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen.

 

 

Es gab eine Zeit, da waren die Rechtsschutzversicherer oder zumindest die meisten von ihnen Anwalts Lieblinge. Leider ist diese Zeit spätestens seit der Einführung des RVG vorbei. Wenn Sie sich für eine Rechtsschutzversicherung entscheiden vergleichen Sie daher nicht nur die Preise, sondern informieren Sie sich auch über Erfahrungen, die wir Rechtsanwälte mit dem einen oder anderen Versicherer machen, z.B. auf der Internetseite www.rsv-blog.de .

 


 

Wenn Sie rechtsschutzversichert sind müssen sie übrigens nicht vorab Ihren Versicherer kontaktieren, wenden Sie sich vielmehr besser direkt an uns Wir benötigen nur Ihre Versicherungsnummer bzw. eine Kopie der Police und klären dann schnell und direkt mit Ihrer Versicherung ob Versicherungsschutz besteht.

 

Anhand Ihres Versicherungsvertrages können wir zudem meist erkennen, wenn Probleme hinsichtlich des Versicherungsschutzes bestehen. Auch fehlende Erfolgsaussichten lassen sich zumeist anhand Ihrer Fallschilderung erkennen.

 

Wenn es wirklich keine ernsthafte Erfolgsaussicht gibt nützt natürlich die beste Rechtsschutzversicherung nichts. Daneben gibt es auch einige Bereiche, die vom Versicherungsschutz grundsätzlich ausgenommen sind. Die wichtigsten sind:

 

       über die Beratung hinausgehende Tätigkeiten im Erb- und Familienrecht.

       Verteidigung gegen den Vorwurf einer vorsätzlichen Straftat

       Park- und Halteverstöße im Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht

       Verträge  im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Hauses

       Streitigkeiten aus dem Wettbewerbsrecht

 

Im Einzelnen kommt es immer auf den jeweiligen Versicherungsvertrag an.

 

 

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© Sabine Hein und Thomas Frese 2017